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Hintergrundwissen

Zuckersteuer 2027: Was teurer wird und warum ich auf Aufklärung statt Aufpreis setze

Zuckersteuer 2027: Was teurer wird und warum ich auf Aufklärung statt Aufpreis setze

Stand: 16. Oktober 2026, 13:05 Uhr. Der Bundestag muss noch entscheiden.

Kurz-Antwort: Das Bundeskabinett hat am 14. Oktober 2026 eine Zuckersteuer auf Getränke beschlossen, als Vorlage für den Bundestag [1]. Geplant ist der Start am 1. Juli 2027. Ab 5,0 g Zucker pro 100 ml kostet sie 26 Cent pro Liter, ab 8,0 g sind es 32 Cent [1]. Zero, Light, reine Säfte, Milch und Haferdrinks bleiben frei [1]. Ich halte sie trotzdem nicht für die richtige Antwort und setze lieber auf Aufklärung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Start: geplant am 1. Juli 2027, nur wenn der Bundestag zustimmt [1].
  • Stufen: unter 5,0 g Zucker pro 100 ml steuerfrei, 5,0 bis unter 8,0 g 26 Cent, ab 8,0 g 32 Cent pro Liter [1].
  • Betroffen: Limonaden, Eistees, Energydrinks, Fruchtnektar, gesüßte Schorlen, Sirupe und Konzentrate [1].
  • Ausgenommen: Zero und Light, reine Säfte, ungesüßte Schorlen, Milch- und Haferdrinks, alkoholfreies Bier, Alkohol [1].
  • Offen: Auf der Tagesordnung des Bundestags bis 16. Oktober 2026 steht die Steuer nicht [33].

5sugar und die 5 vom Staat: Warum diese Zahl bei uns schon immer zählt

Die Zuckersteuer setzt bei 5,0 g Zucker pro 100 ml an [1]. Dieselbe Zahl steht bei uns im Namen. Unsere 5-%-Regel ist simpel: Unter 5,0 g Zucker pro 100 g ist ein Lebensmittel bei 5sugar grün.

Die 5 haben wir uns nicht ausgedacht. Nach EU-Recht darf ein festes Lebensmittel nur dann „zuckerarm“ heißen, wenn es höchstens 5 g Zucker pro 100 g enthält [53]. Für uns war diese Grenze von Anfang an der schnellste Weg, ein Etikett zu lesen. Jetzt setzt auch der Staat bei dieser Zahl an, und bei Getränken sind wir sogar noch strenger als er (dazu weiter unten mehr). Das zeigt mir, dass die Grenze nicht aus der Luft gegriffen ist. Nur ziehen wir unterschiedliche Schlüsse daraus: Wir setzen auf Information, der Staat auf einen Aufpreis.

Vergleich: 5sugar-Ampel pro 100 g und Zuckersteuer pro 100 ml nutzen dieselbe Grenze von 5,0 g; bei Getränken zeigt 5sugar erst bis 2,5 g Grün

Warum mich die Zuckersteuer persönlich beschäftigt

Ich habe die Diagnose Prädiabetes bekommen. Danach war ich mit meiner Frau bei der Ernährungsberatung, und uns sind die Augen aufgegangen. Meine Mutter hatte Diabetes und hat ihre Broteinheiten in einem Heftchen gezählt.

Ich will niemandem vorschreiben, was in seinen Einkaufswagen kommt. Ich verstehe, warum viele Fachleute eine Zuckersteuer fordern, und ich nehme diese Sorge ernst. Trotzdem glaube ich, dass sie an der falschen Stelle ansetzt. Deshalb trenne ich hier sauber: erst die Fakten, dann meine Meinung.

Zuckersteuer in Deutschland: der Stand am 16. Oktober 2026

Das Kabinett hat am 14. Oktober 2026 eine Formulierungshilfe beschlossen, also einen ausformulierten Gesetzestext, den die Fraktionen von CDU/CSU und SPD im Bundestag einbringen sollen [1][2]. Ein Gesetz ist die Zuckersteuer damit noch nicht, entscheiden muss der Bundestag. Die Vorlage stammt aus dem Finanzministerium von Lars Klingbeil (SPD), seit 6. Mai 2025 Finanzminister und Vizekanzler [18][3]. Der Weg dahin:

  • 30. März 2026: Die FinanzKommission Gesundheit, ein Expertengremium, empfiehlt zwei Stufen [6].
  • 10. Juli 2026: Der Bundestag beschließt das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, das die Einführung einer Zuckergetränkesteuer vorsieht [1].
  • August 2026: Ein Papier aus dem Finanzministerium will auch Zero-Getränke, Fruchtsäfte und alkoholfreies Bier einbeziehen. Klingbeil distanziert sich [10][11].
  • 30. September 2026: Klingbeils Entwurf mit drei Stufen bis 38 Cent geht in die Abstimmung der Ministerien [8][9].
  • 1. Oktober 2026: Das Kanzleramt stoppt ihn vorerst [9].
  • 14. Oktober 2026: Das Kabinett beschließt die Fassung mit zwei Stufen [1].

Laut Handelsblatt wollen mehr als 20 Unionsabgeordnete nicht zustimmen [14].

Faktencheck: Diese Angaben sind veraltet

  • „Ab 2028, rund 450 Millionen Euro im Jahr“: Stand Mai 2026 [7]. Heute ist der 1. Juli 2027 geplant, das Finanzministerium erwartet 690 Millionen Euro (2027) und 925 Millionen Euro (2028) [1].
  • „Drei Stufen, bis 38 Cent ab 10,0 g“: Entwurf vom 30. September [8]. Beschlossen sind zwei [1].
  • „Auch auf Zero, Fruchtsäfte, Haferdrinks und alkoholfreies Bier“: Papier vom August [10][11]. Heute ausgenommen, bei Saft gilt das für reinen Saft [1].
  • „Das Kanzleramt hat die Steuer gestoppt“: Stand 1. Oktober [9]. Am 14. Oktober folgte der Kabinettsbeschluss [1].

Ab wann gilt die Zuckersteuer und wie hoch ist sie?

Geplant ist der 1. Juli 2027, und zwar nur, wenn der Bundestag die Steuer beschließt [1]. Gemessen wird der gesamte Zucker pro 100 ml, zahlen müssen Hersteller oder Großhandel [1]. Der Entwurf ist laut tagesschau aber darauf angelegt, dass die Steuer im Preis bei dir ankommt [2].

Zucker pro 100 mlSteuer pro Litermit 19 % Mehrwertsteuer
unter 5,0 gkeinekeine
5,0 g bis unter 8,0 g (Stufe 1)26 Centrund 31 Cent
ab 8,0 g (Stufe 2)32 Centrund 38 Cent

Die Zuckersteuer ist eine Verbrauchsteuer, also eine Steuer auf eine bestimmte Ware, und steht dem Bund zu [5]. Auf sie fällt noch die Mehrwertsteuer von 19 % [29][2]. Für einen Liter Cola rechnet die tagesschau deshalb mit rund 38 Cent: 32 Cent Steuer plus rund 6 Cent Mehrwertsteuer [2]. Ob alles weitergegeben wird, ist offen. International kamen laut FinanzKommission im Schnitt 82 % der Steuer an der Kasse an [6].

Welche Getränke sind betroffen und welche nicht?

Betroffen sind gesüßte Getränke ab 5,0 g Zucker pro 100 ml: Limonaden, Eistees, Energydrinks, Fruchtnektar und gesüßte Schorlen, dazu Sirupe und Konzentrate, etwa für Trinkwassersprudler [1]. Frei bleiben Getränke mit Süßungsmitteln, reine Säfte, ungesüßte Schorlen, Milch- und Haferdrinks sowie alkoholfreies Bier [1].

Betroffen (ab 5,0 g Zucker pro 100 ml)Ausgenommen
Limonaden wie Cola und OrangenlimonadeGetränke mit Süßungsmitteln (Zero, Light)
Eistees und Energydrinksreine Frucht- und Gemüsesäfte, ungesüßte Schorlen
Fruchtnektar und gesüßte FruchtschorlenMilch, Hafer- und Reisdrinks und Mischgetränke daraus
Saftkonzentrate mit Zuckerzusatzalkoholfreies Bier, alkoholfreier Wein und Mischgetränke auf dieser Basis
Sirupe und Konzentrate für Gastronomie und Trinkwassersprudleralkoholhaltige Getränke

Für kleine, unabhängige Hersteller bis 70.000 Liter im Jahr sind Ausnahmeregelungen vorgesehen. Eine vollständige Befreiung für Betriebe bis 1 Million Liter braucht noch eine Genehmigung der EU-Kommission [1]. So sieht das im Regal aus, mit den Zuckerwerten der Hersteller (Stand 15. Oktober 2026):

GetränkZucker pro 100 mlStufeSteuer inkl. 19 % MwSt. pro LiterAufpreis pro Gebinde
Red Bull Energy Drink10,8 g (27 g je 0,25 l) [39]238,1 Cent0,25-l-Dose: 9,5 Cent
Coca-Cola (Original)10,6 g [34]238,1 Cent0,33-l-Dose: 12,6 Cent
Paulaner Spezi9,2 g [43]238,1 Cent0,5-l-Flasche: 19,0 Cent
Capri-Sun Orange8,6 g [40]238,1 Cent0,2-l-Beutel: 7,6 Cent
Sprite7,9 g [36]130,9 Cent0,33-l-Dose: 10,2 Cent
Mezzo Mix7,9 g [41]130,9 Cent1,5-l-Flasche: 46,4 Cent
Fanta Orange7,6 g [35]130,9 Cent0,33-l-Dose: 10,2 Cent
Fuze Tea Pfirsich6,9 g [37]130,9 Cent1,5-l-Flasche: 46,4 Cent
Club-Mate Original5,0 g [44]130,9 Cent0,5-l-Flasche: 15,5 Cent [45]
Fuze Tea Pfirsich Hibiskus (mit Zucker und Stevia)4,3 g [37]keine (unter 5,0 g)00
hohes C Milder Apfel (100 % Saft)9,6 bis 10 g [46]keine (reiner Saft)00
hohes C Milde Orange (100 % Saft)8,8 g [47]keine (reiner Saft)00
Lift Apfelschorle (ohne Zuckerzusatz)5,8 g [38]keine (ungesüßte Schorle)00
Oatly Haferdrink Barista Edition3,4 g [48]keine (Haferdrink)00
Coca-Cola Zero Sugar0 g [42]keine (Süßungsmittel)00

So habe ich gerechnet: Füllmenge in Litern mal Steuer pro Liter mal 1,19 für die Mehrwertsteuer. Das gilt, wenn die Hersteller die Steuer komplett an dich weitergeben, und das ist noch offen. Bei Fuze Tea und Capri-Sun nennen die Hersteller keine Packungsgröße, ich habe mit 1,5 l und 0,2 l gerechnet. Die Flaschengröße von Club-Mate stammt von Open Food Facts [45].

Cola Zero, Light, Hafermilch und Bier: Was gilt?

Cola Zero und andere Zero- oder Light-Getränke bleiben steuerfrei, weil sie mit Süßungsmitteln gesüßt sind [1]. Hafermilch ist als Haferdrink ausgenommen, unabhängig vom Zuckergehalt [1]. Alkoholfreies Bier und Mischgetränke auf seiner Basis sind ebenfalls frei. Für alkoholhaltige Getränke gibt es in der Regel eigene Verbrauchsteuern [1].

Zum Papier aus dem Ministerium sagte Klingbeil am 26. August 2026: „Es wird keine Steuern geben auf nicht zuckerhaltige Getränke.“ [10]

Ich bin bei Zero pragmatisch. Zu meinen Favoriten gehört Jever Fun, ein alkoholfreies Bier, und das bleibt steuerfrei. Mit Wasser, ungesüßtem Tee und zuckerfreien Getränken bist du ohnehin auf der steuerfreien Seite.

So viel teurer wird es: Dose, Flasche, Kiste und ein ganzes Jahr

Bei voller Weitergabe wird eine 0,33-l-Dose Cola rund 12,6 Cent teurer, eine 1,5-l-Flasche in Stufe 2 rund 57 Cent. Eine Kiste mit 12 Flaschen zu je 1 Liter kostet rund 4,57 Euro mehr. Wer täglich einen Liter Cola trinkt, zahlt im Jahr rund 139 Euro zusätzlich.

BeispielStufe 1 (26 Cent pro Liter)Stufe 2 (32 Cent pro Liter)
Dose 0,33 l10,2 Cent12,6 Cent
Flasche 1,5 l46,4 Cent57,1 Cent
Kiste 12 x 1 l3,71 Euro4,57 Euro
eine 0,33-l-Dose täglich, ein Jahr37,27 Euro45,87 Euro
1 Liter täglich, ein Jahr112,93 Euro138,99 Euro

Alle Werte inklusive Mehrwertsteuer und bei voller Weitergabe. Hersteller können ihre Rezepturen ändern: Unter 8,0 g gilt Stufe 1, unter 5,0 g keine Steuer [1]. Fuze Tea zeigt, wie nah das beieinanderliegt: Pfirsich hat 6,9 g, Pfirsich Hibiskus mit Zucker und Stevia 4,3 g [37].

Balken: Zuckersteuer pro Jahr bei einer 0,33-l-Dose täglich 37,27 oder 45,87 Euro, bei 1 Liter 112,93 oder 138,99 Euro

Unter 5,0 g bleibt steuerfrei: Warum 5sugar bei Getränken strenger ist

Unter 5,0 g Zucker pro 100 ml heißt künftig steuerfrei [1]. Bei festen Lebensmitteln setzt unsere 5-%-Regel bei derselben Zahl an. Bei Getränken sind wir strenger: Dort zeigt 5sugar erst bei höchstens 2,5 g Zucker pro 100 ml Grün, denn nur so viel darf ein Getränk nach EU-Recht haben, wenn es „zuckerarm“ heißen soll [53]. Warum bei Getränken die Hälfte gilt, erkläre ich in einem eigenen Artikel. Steuerfrei heißt also noch lange nicht zuckerarm. Fuze Tea Pfirsich Hibiskus mit 4,3 g zahlt keine Zuckersteuer, bei 5sugar ist er trotzdem nicht grün [37]. Club-Mate Original liegt laut Hersteller genau bei 5,0 g und damit schon in Stufe 1 [44].

Balkendiagramm: Zucker pro 100 ml in 15 Getränken mit Steuerstufen ab 5,0 und 8,0 g, reine Säfte sind ausgenommen

Das kannst du ganz einfach selbst prüfen (und ja, das sage ich als jemand, der eine Scanner-App gebaut hat).

Was ich an der Zuckersteuer kritisiere

Ab hier geht es um meine Meinung. Die Zahlen dahinter sind belegt, die Schlüsse ziehe ich selbst.

Gegen die Steuer ist auch die Getränkewirtschaft. Ihr Verband, die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, hält sie „weiterhin nicht für zielführend“ [52]. Der Verband vertritt die Hersteller, die die Steuer zahlen würden. Meine Gründe sind andere.

Illustration: Eine Flasche schüttet Zuckerwürfel in ein Sparschwein mit der Aufschrift Bundeshaushalt

1. Eher Haushalts- als Gesundheitspolitik. Laut Finanzministerium soll das Geld helfen, „die Beiträge für die Gesetzliche Krankenversicherung stabil zu halten“ [1], konkret über eine kleinere Kürzung des Bundeszuschusses an den Gesundheitsfonds [4]. Die FinanzKommission rechnete mit denselben Steuersätzen mit rund 450 Millionen Euro im Jahr. Sie nannte selbst eine Unsicherheit von bis zu 50 % nach oben oder unten, je nachdem, wie stark die Hersteller ihre Rezepturen ändern [6]. Das Ministerium erwartet für 2028 trotzdem rund das Doppelte, 925 Millionen Euro [1]. Wie es auf diese Zahl kommt, steht in seiner Mitteilung nicht [1]. Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht die Steuer als „Investition in die Gesundheit der Menschen, kein Mittel zur Haushaltssanierung“ [30]. Auch die Bundesärztekammer, die eine klug ausgestaltete Abgabe befürwortet, will die Einnahmen laut AOK-Fachdienst gezielt für Prävention einsetzen [10]. Der CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, warnt laut tagesschau, sie werde „im Haushalt versickern“ [15]. Ist das Abzocke? Für mich fühlt sich das jedenfalls eher nach Haushaltskasse an als nach Gesundheitspolitik. Wie siehst du das?

Balken: Schätzung rund 450 Mio. Euro pro Jahr, Spanne 225 bis 675 Mio., Erwartung des Finanzministeriums 925 Mio. Euro

2. Handwerklich passt es nicht. Ein reiner Saft wie hohes C Milder Apfel hat 9,6 bis 10 g Zucker pro 100 ml und bleibt steuerfrei, Fuze Tea Pfirsich mit 6,9 g zahlt [46][37][1]. Dabei zählt nach WHO-Definition auch der Zucker im Saft zu den freien Zuckern. Die WHO empfiehlt, weniger als 10 % der täglichen Energie über freie Zucker aufzunehmen, bei 2.000 kcal sind das rund 50 g [50]. Die FinanzKommission, die die Ausnahme empfohlen hat, begründet sie damit, dass Saft auch Vitamine und Mineralstoffe liefert [6]. Für den Zucker macht das keinen Unterschied. Wer wegen Prädiabetes auf Zucker achtet, bekommt beim Saft also das falsche Signal. Und wenn schon nach Zucker gestaffelt wird: Eine Cola mit 10,6 g Zucker pro 100 ml zahlt pro Liter genauso viel wie ein Getränk mit 8,0 g, weil es nur zwei Stufen gibt [34][1].

Vergleich: hohes C Milder Apfel mit 9,6 bis 10 g Zucker pro 100 ml ist steuerfrei, Fuze Tea Pfirsich mit 6,9 g nicht

3. Nur Getränke. Süßwaren, Backwaren und andere zuckerhaltige Lebensmittel sind nicht erfasst [1]. Wie viel Zucker die Menschen in Deutschland heute über Limonaden aufnehmen, ist nicht genau bekannt. In der Nationalen Verzehrsstudie II von 2005 bis 2007 kamen rund 12 % der freien Zucker aus Limonaden und rund 26 % aus Nektaren und Fruchtsäften [6][49]. Neuere Verbrauchsdaten für 2024 deuten laut FinanzKommission auf bis zu 19 g Zucker pro Tag aus gezuckerten Erfrischungsgetränken hin, das wären bis zu 38 % der Höchstmenge, die die WHO empfiehlt [6]. Süßwaren lieferten in der Verzehrsstudie aber noch mehr dieser Zucker als Limonaden [49], und sie bleiben von der Steuer unberührt, genau wie viele Zuckerfallen im Supermarkt.

4. Sie trifft die Falschen. Zuckersteuern „gelten als potenziell regressiv, da Haushalte mit niedrigerem Einkommen relativ stärker belastet werden“, schreibt das Wissenschaftliche Institut der PKV [19]. Fair ist der Gegenbefund: In diesen Haushalten können die Gesundheitsgewinne höher ausfallen [6][19], und in Mexiko kauften solche Haushalte im ersten Steuerjahr 2014 im Schnitt 9 % weniger besteuerte Getränke, als nach dem Trend vor der Steuer zu erwarten war. Der Rückgang war größer als in anderen Haushalten (Beobachtungsstudie) [24]. Ich finde trotzdem, dass 4,57 Euro mehr pro Kiste eine Familie mit knappem Budget härter trifft.

5. Bevormundung über das Preisschild. Bei mir hat Wissen etwas verändert, ein Aufpreis hätte das nicht geschafft. Das ist meine Erfahrung, keine Studie. Im Koalitionsvertrag von Union und SPD steht im Abschnitt „Umwelt und Ernährung“: „Wir setzen vor allem auf Freiwilligkeit, Anreize und Eigenverantwortung“ [17]. Eine Zuckersteuer kommt dort nicht vor [17]. Vereinbart hat die Koalition sie erst später, mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz [1].

6. Das Hin und Her. Erst Start 2028, dann Juli 2027, erst drei Stufen, dann zwei, Zero im Papier und wieder raus. Für Hersteller ist das schwer planbar, für dich im Supermarkt schwer zu durchschauen.

7. Bei Erwachsenen ist die Wirkung auf die Gesundheit unsicher. Dass solche Steuern die Nachfrage nach gezuckerten Getränken und den Zuckerkonsum verringern, zeigt die internationale Evidenz laut FinanzKommission [6]. Bei Kindern und Jugendlichen weisen Studien auch auf gesundheitliche Vorteile hin. Für Erwachsene ist die Evidenz dagegen „begrenzter und uneinheitlicher“ [6]. Effekte auf Typ-2-Diabetes zeigen sich erst nach vielen Jahren, deshalb gibt es dazu bisher nur Modellrechnungen [6]. Was die Steuer für die Gesundheit von Erwachsenen in Deutschland bewirkt, ist offen.

Was für die Zuckersteuer spricht

Die Gegenseite hat gute Argumente. Die WHO wirbt für Gesundheitssteuern: Mit ihrer Initiative „3 by 35“ sollen die realen Preise für Tabak, Alkohol und zuckerhaltige Getränke bis 2035 um mindestens 50 % steigen [23].

Großbritannien hat seit April 2018 eine Abgabe mit denselben Grenzen, ab 5,0 g und ab 8,0 g [21]. Von 2015 bis 2024 ging der Zuckergehalt der Getränke im Geltungsbereich der Abgabe, zuckerfreie Varianten eingeschlossen und gewichtet nach Absatz im Handel, von 3,7 auf 1,9 g pro 100 ml zurück, laut Behörde um 47,4 % [20]. Die verkaufte Zuckermenge fiel um 39,8 %, obwohl der Absatz um 13,5 % stieg [20]. Mehr als drei Viertel des Kalorienrückgangs bei Softdrinks kam laut einer Studie von 2025 durch neue Rezepturen [6][51]. Das muss ich ehrlich anerkennen: Die Hersteller haben umgestellt. Das ist ein echtes Argument, für mich das stärkste der Gegenseite.

Säulen: In Großbritannien sank der Zucker in Getränken von 3,7 g (2015) auf 1,9 g pro 100 ml (2024), minus 47,4 %

Eine Beobachtungsstudie aus England hat ausgewertet, wie sich Adipositas (starkes Übergewicht) bei Grundschulkindern vor und nach Einführung der Abgabe entwickelt hat. Bei Mädchen von 10 bis 11 Jahren lag der Anteil im November 2019 um 1,6 Prozentpunkte niedriger, als nach dem bisherigen Trend zu erwarten war. Die Forschenden rechnen das auf rund 5.234 Fälle pro Jahr hoch. Bei gleichaltrigen Jungen und bei Kindern von 4 bis 5 Jahren fanden sie insgesamt keinen Zusammenhang. Eine solche Studie zeigt einen Zusammenhang, sie beweist nicht, dass die Abgabe die Ursache war [22].

Eine Modellrechnung von Forschenden der TU München kommt für Erwachsene ab 30 Jahren in Deutschland auf bis zu 244.100 verhinderte oder hinausgezögerte Fälle von Typ-2-Diabetes in 20 Jahren [25]. Diese Zahl gilt für eine gestaffelte Abgabe nach britischem Vorbild und setzt voraus, dass die Hersteller den Zucker in ihren Getränken um 30 % verringern. Je nach Annahmen reicht die Spanne laut FinanzKommission von 32.000 bis 244.000 Fällen [6]. Das ist eine Rechnung, keine Messung.

Dafür sind unter anderem die Deutsche Diabetes Gesellschaft, die Bundesärztekammer (für eine klug ausgestaltete Abgabe), der Verbraucherzentrale Bundesverband und foodwatch [31][10][30][32]. Klingbeil sagte laut dpa-Meldungen vom 2. Oktober 2026 gegenüber ZDFheute und RTL/ntv: „Wir wollen die Gesundheitsprävention stärken, wir wollen unsere Kinder schützen. Wir sehen, dass es eine große Unterstützung in der Bevölkerung gibt.“ [12][13]

Was ich mir stattdessen wünsche

Mein Wunsch ist ganz unspektakulär: der Zuckerwert pro 100 ml groß auf der Vorderseite, damit du im Regal sofort siehst, woran du bist. Heute ist sogar der Nutri-Score in Deutschland freiwillig [28], eine nationale Pflicht lässt das EU-Recht laut Bundesregierung (Stand 2021) nicht zu [27].

Mehr Aufklärung wollen beide Seiten. Neun Landesminister von CDU und CSU fordern mehr Ernährungsbildung [16], und Klingbeil sprach sich laut AOK-Fachdienst dafür aus, stärker über Gesundheitsgefahren aufzuklären [10].

Ich kaufe zuckerarme Produkte gern im Angebot auf Vorrat, und keine Steuer auf das Original macht sie einen Cent günstiger. Bis der Zuckerwert vorne steht, hilft selbst nachsehen: Wie du eine Nährwerttabelle liest, lernst du in wenigen Minuten.

Häufige Fragen zur Zuckersteuer

Wie hoch ist die Zuckersteuer in Deutschland?

Geplant sind 26 Cent pro Liter bei 5,0 g bis unter 8,0 g Zucker pro 100 ml und 32 Cent ab 8,0 g [1]. Mit 19 % Mehrwertsteuer sind das bei voller Weitergabe rund 31 und rund 38 Cent. Unter 5,0 g fällt nichts an.

Auf welche Getränke fällt die Zuckersteuer an?

Auf gesüßte Getränke ab 5,0 g Zucker pro 100 ml, etwa Limonaden, Eistees, Energydrinks, Fruchtnektar und Sirupe [1]. Ausgenommen sind unter anderem Zero, reine Säfte, Milch- und Haferdrinks sowie alkoholfreies Bier [1].

Kommt die Zuckersteuer auch auf Cola Zero?

Nein. Getränke mit Süßungsmitteln sind ausgenommen, also auch Cola Zero und Light-Getränke [1]. Ein Papier aus dem Finanzministerium sah im August 2026 noch eine Steuer auf Zero vor. Das ist überholt [10][11].

Ab wann gilt die Zuckersteuer?

Geplant ist der 1. Juli 2027, aber nur, wenn der Bundestag sie beschließt [1]. Ältere Angaben wie „ab 2028“ sind überholt [7].

Ist die Zuckersteuer schon beschlossen?

Noch nicht. Das Kabinett hat am 14. Oktober 2026 eine Formulierungshilfe beschlossen, einen Gesetzestext für die Fraktionen von Union und SPD [1]. Zustimmen muss noch der Bundestag, für die Befreiung von Betrieben bis 1 Million Liter auch die EU-Kommission [1].

Gilt die Zuckersteuer auch für Süßigkeiten?

Nein. Sie betrifft nur Getränke sowie Sirupe und Konzentrate [1]. Süßigkeiten, Schokolade, Backwaren und andere zuckerhaltige Lebensmittel bleiben außen vor.

Welche Nachteile hat eine Zuckersteuer?

Kritiker nennen höhere Preise, die Haushalte mit wenig Geld relativ stärker treffen können [19], Aufwand beim Zoll [5] und eine unsichere Wirkung auf die Gesundheit von Erwachsenen [6]. Reine Säfte mit viel Zucker bleiben zudem steuerfrei [1].

Welche Länder haben eine Zuckersteuer?

Über 100 Länder erheben Abgaben auf gezuckerte Getränke [6], darunter Großbritannien seit 2018 [21] und Mexiko seit 2014 [24]. Deutschland hatte bis 1992 eine Steuer auf Zucker an sich, sie wurde zum 1. Januar 1993 abgeschafft [26][5].

Mein Fazit

Bei der Ernährungsberatung habe ich gelernt, wie viel Wissen bewegt. Die Zuckersteuer setzt dagegen auf den Preis, lässt reinen Saft und Süßwaren außen vor und bringt dem Bund viel Geld. Deshalb überzeugt sie mich nicht, auch wenn Großbritannien zeigt, dass Hersteller reagieren. Mein Vorschlag für dich: Nimm beim nächsten Einkauf dein Lieblingsgetränk in die Hand und schau auf den Zuckerwert pro 100 ml. Liegt er unter 5,0 g, fällt keine Zuckersteuer an. Für Grün bei 5sugar dürfen es bei Getränken höchstens 2,5 g sein. Wer das ein paarmal gemacht hat, braucht kein Preisschild, um anders einzukaufen.

Die Abschnitte „Was ich an der Zuckersteuer kritisiere“, „Was ich mir stattdessen wünsche“ und „Mein Fazit“ geben meine persönliche Meinung wieder.

Updates zu diesem Artikel

  • 16.10.2026: veröffentlicht, Stand 13:05 Uhr.

Sobald der Bundestag entscheidet, aktualisiere ich diesen Artikel.

Quellen

Hier findest du alle Quellen, auf die ich mich in diesem Artikel stütze. Stand: 15. Oktober 2026.

  1. Bundesministerium der Finanzen (BMF), Pressemitteilung „Bundeskabinett bringt Gesetzentwurf für Zuckergetränkesteuer auf den Weg“, 2026-10-14. https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/10/2026-10-14-gesetzentwurf-zuckergetraenkesteuer.html
  2. tagesschau.de, „So soll die Zuckersteuer aussehen“, 2026-10-14, 12:32 Uhr. https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/zuckersteuer-einigung-folgen-100.html
  3. ZDFheute, „Kabinett beschließt Zuckersteuer in abgespeckter Version“, 2026-10-14, 11:15 Uhr. https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/zuckersteuer-einigung-bundesregierung-100.html
  4. Deutscher Bundestag, Drucksache 21/7016, Beschlussempfehlung und Bericht des Gesundheitsausschusses (Vorabfassung), 2026-07-08, S. 209. https://dserver.bundestag.de/btd/21/070/2107016.pdf
  5. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags, „Fragen zur geplanten Einführung einer Zuckersteuer“, Aktenzeichen WD 4-30000-0003-0009, 2026-08-20. https://www.bundestag.de/resource/blob/1216560/WD-4-0003-0009_zuckersteuer.pdf
  6. FinanzKommission Gesundheit, Erster Bericht, Stand 30.03.2026, Fassung 01.06.2026 (mit Korrigendum), Empfehlung Nr. 66 (S. 435 bis 448). https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/F/FinanzKommission_Gesundheit/FinanzKommissionGesundheit_Erster_Bericht_20260330.pdf
  7. Deutscher Bundestag, Drucksache 21/6130, Gesetzentwurf GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, 2026-05-26. https://dserver.bundestag.de/btd/21/061/2106130.pdf
  8. Tagesspiegel (Felix Kiefer), Bericht zum Kanzleramt-Stopp und zum Entwurf vom 30. September, 2026-10-01, 12:57 Uhr. https://www.tagesspiegel.de/politik/ich-bin-froh-dass-das-kanzleramt-die-notbremse-gezogen-hat-klingbeils-zuckersteuer-vorerst-gestoppt–frust-in-der-union-16114825.html
  9. apotheke adhoc (dpa), „Kanzleramt stoppt Zuckersteuer“, 2026-10-01, 12:27 Uhr. https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/politik/kanzleramt-stoppt-zuckersteuer/
  10. AOK G+G, „Klingbeil will doch keine Zuckersteuer auf Zero-Getränke“, 2026-08-26. https://www.aok.de/pp/gg/update/zuckersteuer-klingbeil-suessgetraenke/
  11. ZDFheute, „Zuckersteuer auf Zero-Getränke: Klingbeil sagt Nein“, 2026-08-26, 12:14 Uhr. https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/zuckersteuer-klingbeil-zuckerfreie-getraenke-100.html
  12. Pharmazeutische Zeitung, „Klingbeil hält an Zuckersteuer fest“, 2026-10-02, 10:50 Uhr. https://www.pharmazeutische-zeitung.de/klingbeil-haelt-an-zuckersteuer-fest-168892/
  13. Stuttgarter Zeitung (red/dpa), „Klingbeil rechnet mit schneller Einigung bei Zuckersteuer“, 2026-10-02, 08:13 Uhr. https://www.stuttgarter-zeitung.de/politik/streit-in-regierung-klingbeil-rechnet-mit-schneller-einigung-bei-zuckersteuer-79525398.html
  14. Handelsblatt, Bericht zum Kabinettsbeschluss und zum Widerstand in der Union, 2026-10-14, 13:14 Uhr (Bezahlschranke). https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/zuckersteuer-kabinett-einigt-sich-doch-in-der-union-waechst-der-widerstand/100262123.html
  15. tagesschau.de/BR, „Holetschek: Zuckersteuer wird im Haushalt versickern“, 2026-10-15, 11:32 Uhr. https://www.tagesschau.de/inland/regional/bayern/br-holetschek-zuckersteuer-wird-im-haushalt-versickern-100.html
  16. tagesschau.de, „Landwirtschaftsminister kämpfen gegen Zuckersteuer“, 2026-10-12, 15:39 Uhr. https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/zuckersteuer-cdu-landesminister-protestbrief-100.html
  17. Koalitionsvertrag CDU, CSU und SPD „Verantwortung für Deutschland“, 21. Legislaturperiode, 2025, S. 36, Z. 1179 f., Abschnitt „Umwelt und Ernährung“. https://www.koalitionsvertrag2025.de/sites/www.koalitionsvertrag2025.de/files/koav_2025.pdf
  18. Bundesregierung, Lebenslauf Lars Klingbeil. https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskabinett/lebenslauf-2342598
  19. Wissenschaftliches Institut der PKV (WIP), Pressemitteilung „Gesundheitspolitisches Instrument mit Grenzen“, 2026-01-28. https://www.wip-pkv.de/fileadmin/DATEN/Dokumente/Pressemitteilung/WIP-PM-2026-Gesundheitspolitisches_Instrument_mit_Grenzen_Was_Zuckersteuern_leisten_koennen_und_was_nicht.pdf
  20. Office for Health Improvement and Disparities (GOV.UK), „Sugar reduction in drinks: 2015 to 2024“, 2025-07-03. https://www.gov.uk/government/statistics/sugar-reduction-in-drinks-2015-to-2024
  21. HM Revenue & Customs (GOV.UK), „Check if your drink is liable for the Soft Drinks Industry Levy“, veröffentlicht 2018-04-03, aktualisiert 2026-03-25. https://www.gov.uk/guidance/check-if-your-drink-is-liable-for-the-soft-drinks-industry-levy
  22. Rogers et al., PLOS Medicine, 2023-01-26, doi 10.1371/journal.pmed.1004160. https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1004160
  23. WHO, „WHO launches bold push to raise health taxes and save millions of lives“ (3 by 35), 2025-07-02. https://www.who.int/news/item/02-07-2025-who-launches-bold-push-to-raise-health-taxes-and-save-millions-of-lives
  24. Colchero et al., „Beverage purchases from stores in Mexico under the excise tax on sugar sweetened beverages: observational study“, BMJ 2016;352:h6704. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4986313/
  25. Emmert-Fees KMF, Amies-Cull B, Wawro N et al., „Projected health and economic impacts of sugar-sweetened beverage taxation in Germany: A cross-validation modelling study“, PLOS Medicine 2023;20(11):e1004311, doi 10.1371/journal.pmed.1004311. https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1004311 (dazu TU München, Pressemitteilung vom 2023-11-21)
  26. Statistisches Bundesamt, Fachserie 14 Reihe 9.6.5 „Zuckersteuer, Betriebsjahr 1991/92“, erschienen Januar 1993, S. 4. https://www.statistischebibliothek.de/mir/servlets/MCRFileNodeServlet/DEHeft_derivate_00057780/FS-14-9-6-5-1991-92.pdf
  27. Bundesregierung, „Nutri-Score: Mehr Transparenz beim Einkauf“ (Archivseite), 2021-02-16. https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/nutriscore-1777840
  28. buzer.de (Rechtsdatenbank), Erste Verordnung zur Änderung der Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung vom 2020-10-21, BGBl. I S. 2266, Geltung ab 2020-11-06. https://www.buzer.de/gesetz/14194/index.htm
  29. § 12 Umsatzsteuergesetz, gesetze-im-internet.de (BMJ), aktueller Stand. https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__12.html
  30. Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), „Zuckersteuer: Verbraucherzentrale begrüßt Einigung“, 2026-10-14. https://www.vzbv.de/pressemitteilungen/zuckersteuer-verbraucherzentrale-begruesst-einigung
  31. DDG und DANK, Kommentar „Zuckersteuer kommt“ (Barbara Bitzer), April 2026. https://www.ddg.info/fileadmin/user_upload/09_Presse/Pressemitteilungen/2026/2026-04-28_Kommentar_DANK_Zuckersteuer_kommt.pdf
  32. foodwatch, „Ein Meilenstein für die Kindergesundheit“, 2026-10-14. https://www.foodwatch.org/de/ein-meilenstein-fuer-die-kindergesundheit-foodwatch-statement-zur-einigung-auf-zuckersteuer
  33. Deutscher Bundestag, Tagesordnungen Plenum (Sitzungen 2026-10-14 bis 2026-10-16). https://www.bundestag.de/parlament/plenum/tagesordnungen
  34. Coca-Cola Deutschland, Coca-Cola Nährwerte und Packungen. https://www.coca-cola.com/de/de/brands/brand-coca-cola
  35. Coca-Cola Deutschland, Fanta Orange Nährwerte und Packungen. https://www.coca-cola.com/de/de/brands/fanta/fanta
  36. Coca-Cola Deutschland, Sprite Nährwerte und Packungen. https://www.coca-cola.com/de/de/brands/brand-sprite/sprite
  37. Coca-Cola Deutschland, Fuze Tea Nährwerte (Pfirsich 6,9 g; Pfirsich Hibiskus 4,3 g mit Zucker und Steviolglycosiden). https://www.coca-cola.com/de/de/brands/fuze-tea
  38. Coca-Cola Deutschland, Lift Apfelschorle Nährwerte und Zutaten (55 % Apfelsaft, kein zugesetzter Zucker). https://www.coca-cola.com/de/de/brands/lift-apfelschorle
  39. Red Bull Deutschland, Red Bull Energy Drink (27 g Zucker je 250-ml-Dose). https://www.redbull.com/de-de/energydrink/red-bull-energy-drink
  40. Capri-Sun Deutschland, Produktseite Orange (8,6 g je 100 ml). https://www.capri-sun.com/de/produkte/core/orange/
  41. Coca-Cola Deutschland, Mezzo Mix Nährwerte und Packungen (7,9 g je 100 ml; 1,5 l PET-Einwegflasche). https://www.coca-cola.com/de/de/brands/brand-mezzo-mix
  42. Coca-Cola Deutschland, Coca-Cola Zero Sugar Nährwerte (0 g Zucker, mit Süßungsmitteln). https://www.coca-cola.com/de/de/brands/coca-cola-zero-sugar
  43. Paulaner Brauerei, Paulaner Spezi Nährwerte und Gebinde (9,2 g je 100 ml; 0,5-l-Flasche). https://www.paulaner.de/produkte/spezi/spezi
  44. Club-Mate (Brauerei Loscher), Produkte, Club-Mate Original Nährwerte (5,0 g Zucker je 100 ml). https://www.club-mate.de/produkte/
  45. Open Food Facts, Club-Mate Original 0,5 l, EAN 4029764001807 (Flaschengröße), Daten unter der Lizenz ODbL. https://world.openfoodfacts.org/product/4029764001807
  46. hohes C (Eckes-Granini), Milder Apfel, Apfel-Acerola-Fruchtsaft, 100 % Saft (9,6 bis 10 g je 100 ml, je nach Packung). https://www.hohesc.de/products/fruchtsafte/milder-apfel
  47. hohes C (Eckes-Granini), Milde Orange, Orangen-Acerola-Fruchtsaft (8,8 g je 100 ml). https://www.hohesc.de/products/orangensafte/milde-orange
  48. Oatly Deutschland, Haferdrink Barista Edition 1 l (davon Zucker 3,4 g je 100 ml). https://www.oatly.com/de-de/products/oat-drink/oat-drink-barista-edition-1l
  49. Max Rubner-Institut, Bagus T, Roser SA, Watzl B, „Reformulierung von verarbeiteten Lebensmitteln. Bewertungen und Empfehlungen zur Reduktion des Zuckergehalts“, 2016, Tabelle 2. https://www.mri.bund.de/fileadmin/MRI/Themen/Reformulierung/Reformulierung_Thema-Zucker.pdf
  50. WHO, „Guideline: Sugars intake for adults and children“, 2015-03-04. https://www.who.int/publications/i/item/9789241549028 und WHO Fact Sheet „Healthy diet“, 2026-01-26. https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/healthy-diet
  51. Dickson A, Gehrsitz M, Kemp J, „Does a Spoonful of Sugar Levy Help the Calories Go Down? An Analysis of the UK Soft Drinks Industry Levy“, Review of Economics and Statistics 2025;107(6):1754 bis 1763, doi 10.1162/rest_a_01345. https://doi.org/10.1162/rest_a_01345
  52. Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke (wafg), Pressemitteilung „Zuckersteuer erfordert praxistaugliche Umsetzung“, 2026-10-14. https://www.wafg.de/fileadmin/presse/wafg-pressemitteilung_-_zuckersteuer_erfordert_praxistaugliche_umsetzung_-_angemessene_uebergangsfristen_schaffen__buerokratielasten_verhindern.pdf
  53. Europäische Kommission, „Nutrition claims“, Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Angabe „zuckerarm“ (höchstens 5 g Zucker pro 100 g bei festen Lebensmitteln, höchstens 2,5 g pro 100 ml bei Getränken). https://food.ec.europa.eu/food-safety/labelling-and-nutrition/nutrition-and-health-claims/nutrition-claims_en
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