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Hintergrundwissen

Kurz-Antwort: Bei stoffwechselgesunden Erwachsenen liegt der Nüchternblutzucker unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l), zwei Stunden nach dem Essen unter 140 mg/dl (7,8 mmol/l). Werte darüber, aber unterhalb der Diabetes-Grenze, gelten als Prädiabetes. Ab einem Nüchternwert von 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder einem Wert von 200 mg/dl (11,1 mmol/l) nach dem Essen spricht man von Diabetes. Bei Kindern gelten ab dem dritten Lebenstag dieselben Normal- und Diagnosewerte wie bei Erwachsenen. Bei Senioren gelten grundsätzlich dieselben Richtwerte, wobei Ärzt:innen leichte Abweichungen nach oben oft großzügiger beurteilen.
| Kategorie | mg/dl | mmol/l |
|---|---|---|
| Normal | unter 100 | unter 5,6 |
| Prädiabetes (gestörte Glukosetoleranz) | 100–125 | 5,6–6,9 |
| Diabetes (an mind. 2 Tagen bestätigt) | ab 126 | ab 7,0 |
| Kategorie | mg/dl | mmol/l |
|---|---|---|
| Normal | unter 140 | unter 7,8 |
| Prädiabetes | 140–199 | 7,8–11,0 |
| Diabetes | ab 200 | ab 11,1 |
| Kategorie | Prozent | mmol/mol |
|---|---|---|
| Normal | unter 5,7 % | unter 39 |
| Prädiabetes | 5,7–6,4 % | 39–47 |
| Diabetes | ab 6,5 % | ab 48 |
Wie genau dieser Wert zustande kommt und warum er den Blutzuckerverlauf der letzten 8 bis 12 Wochen widerspiegelt, haben wir in unserem ausführlichen HbA1c-Artikel beschrieben.
Kinder: Ab dem dritten Lebenstag gelten bei Kindern dieselben Normal- und Diagnosewerte wie bei Erwachsenen. Bei jüngeren Säuglingen können abweichende Referenzbereiche gelten, die im Einzelfall mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprochen werden sollten.
Erwachsene: Hier gelten die oben genannten Standardwerte als Referenz.
Senioren: Auch für ältere Menschen gelten grundsätzlich dieselben Richtwerte wie für jüngere Erwachsene. In der Praxis beurteilen Ärzt:innen leichte Abweichungen nach oben bei älteren Menschen aber oft etwas großzügiger, da sich die Fähigkeit des Körpers, den Blutzucker zu regulieren, im Alter verändern kann. Wichtig: Bei bereits diagnostiziertem Diabetes gilt im höheren Alter oft ein bewusst individuellerer HbA1c-Zielkorridor als bei jüngeren Menschen – warum das so ist und wie er sich zusammensetzt, erklären wir ausführlich in unserem Artikel zu Diabetes in unterschiedlichen Altersgruppen.
Werte unter 70 mg/dl (3,9 mmol/l) gelten als Warnschwelle für eine Unterzuckerung, mit sinkenden Werten steigt das Risiko für ernsthafte Symptome bis hin zur Bewusstlosigkeit. Was du in einer solchen Situation konkret tun solltest, haben wir in unserem Artikel zur Unterzuckerung Schritt für Schritt beschrieben.
Ein einzelner auffälliger Wert ist noch kein Grund zur Panik – der Blutzucker schwankt im Tagesverlauf natürlicherweise. Wiederholt erhöhte Nüchternwerte, ein HbA1c über 5,7 % oder typische Symptome wie starker Durst, häufiges Wasserlassen oder unerklärliche Müdigkeit sollten aber immer ärztlich abgeklärt werden. Was direkt nach einer solchen Diagnose zu tun ist, haben wir in unserem Artikel „Diagnose Diabetes, was nun?“ zusammengefasst.
Was ist ein normaler Nüchternblutzucker? Bei stoffwechselgesunden Erwachsenen und Kindern ab dem dritten Lebenstag liegt er unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l).
Ab welchem Wert spricht man von Diabetes? Ab einem Nüchternblutzucker von 126 mg/dl (7,0 mmol/l), bestätigt an mindestens zwei verschiedenen Tagen, oder einem Wert von 200 mg/dl (11,1 mmol/l) nach dem Essen bzw. im oralen Glukosetoleranztest.
Gelten für Kinder andere Blutzuckerwerte als für Erwachsene? Nein, ab dem dritten Lebenstag gelten dieselben Normal- und Diagnosewerte wie bei Erwachsenen.
Sind bei Senioren höhere Blutzuckerwerte normal? Die Referenzwerte selbst sind identisch, Ärzt:innen beurteilen leichte Abweichungen nach oben im höheren Alter in der Praxis aber oft etwas großzügiger.
Was bedeutet ein Wert zwischen 100 und 125 mg/dl nüchtern? Das deutet auf eine gestörte Glukosetoleranz bzw. Prädiabetes hin – noch kein Diabetes, aber ein Warnsignal, das ärztlich abgeklärt werden sollte.
Diese Tabelle ersetzt keinen einzigen unserer ausführlichen Artikel, sondern bündelt die wichtigsten Zahlen an einem Ort, damit du sie schnell nachschlagen kannst. Für den Hintergrund, die Zusammenhänge und die richtigen nächsten Schritte lohnt sich immer der Blick in unsere Tiefen-Artikel zu Prädiabetes, HbA1c, dem Dawn-Phänomen, Unterzuckerung und den altersspezifischen Besonderheiten von Diabetes.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung oder Labordiagnostik.
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