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Kurz-Antwort: Für den Sommer eignen sich vor allem Mineralwasser mit Frucht- oder Kräuteraroma, ungesüßter Eistee, zuckerfreie Cola- und Limonaden-Varianten sowie bestimmte alkoholfreie Biere. Gerade bei alkoholfreiem Bier lohnt sich aber ein genauer Blick: Je nach Brauverfahren schwankt der Zuckergehalt zwischen 0 g und über 5 g pro 100 ml – „alkoholfrei“ bedeutet eben nicht automatisch „zuckerfrei“.
Ich trinke selbst keinen Alkohol, noch nie – aber ich liebe den Geschmack von Bier. Alkoholfreies Bier ist für mich im Sommer, schön kühl serviert, eines der liebsten Getränke überhaupt. Genau dabei ist mir aufgefallen, wie groß die Unterschiede beim Zuckergehalt tatsächlich sind, je nachdem, wie das Bier gebraut wird. Das hat mich neugierig gemacht, mir auch die anderen zuckerfreien Sommergetränke genauer anzuschauen.
Der Grund für die schwankenden Zuckerwerte liegt im Brauverfahren:
Mein Favorit, Jever Fun, wird nach dem ersten Verfahren hergestellt: vollständig durchgegoren, danach schonend entalkoholisiert – offizielle Herstellerangabe: 0 g Zucker pro 100 ml bei 13 kcal. Wichtig zu wissen: Das gilt für die klassische Sorte, die aromatisierte „Jever Fun Zitrone“ kommt dagegen auf 5,5 g Zucker pro 100 ml – hier lohnt sich also, genau auf die Variante zu achten, nicht nur auf den Markennamen.
Bei den Alternativen, die ich zuletzt entdeckt habe, sieht es so aus:
| Bier | Zucker pro 100 ml | Süßung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Jever Fun (klassisch) | 0 g | – | Vollständig durchgegoren, dann entalkoholisiert |
| Bitburger 0,0 % Herb Pils | 0 g | – | Speziell auf herb-trocken statt süß ausgelegt |
| Bitburger 0,0 % Pils (Standard) | 4,4 g | – | Zum Vergleich: klassische Rezeptur, deutlich mehr Zucker |
| Krombacher Radler zuckerfrei 0,0 % | 0,0 g | Acesulfam-K und Sucralose | Alkoholfreies Pils gemischt mit süßstoffgesüßter Limonade statt Zucker-Limonade |
Mein Tipp: Bei Radler-Varianten fast immer besonders genau hinschauen – die zugemischte Limonade ist meist die eigentliche Zuckerquelle, nicht das Bier selbst. Bei reinen Pils-Sorten entscheidet dagegen, ob „Herb“ oder „Pils“ bzw. die jeweilige Standardrezeptur draufsteht, wie das obige Bitburger-Beispiel zeigt.
1. Mineralwasser mit Frucht- oder Kräuteraroma Ein Klassiker mit gutem Grund: Wasser mit Kohlensäure, dazu Minze, Gurkenscheiben, ein Spritzer Limette oder Zitrone – erfrischend, 0 kcal, kein Zucker.
2. Ungesüßter Eistee, selbst gemacht Schwarzen oder Früchtetee stark aufbrühen, abkühlen lassen, über Eis servieren. Fertige Eistee-Produkte aus dem Supermarkt enthalten dagegen oft überraschend viel Zucker – hier lohnt sich der Blick auf die Nährwerttabelle, wie in unserem Artikel zum 5%-Trick beschrieben.
3. Zuckerfreie Cola- und Limonaden-Varianten Cola Zero, Fritz-Kola zuckerfrei und ähnliche Produkte kommen ohne Zucker aus, gesüßt vornehmlich mit Aspartam, Acesulfam-K oder Cyclamat. Wie in unserem Süßungsmittel-Artikel beschrieben, haben diese Stoffe einen glykämischen Index von praktisch 0.
4. Schorle mit wenig Fruchtsaftanteil Ein kleiner Schuss Fruchtsaft, stark mit Mineralwasser aufgefüllt, statt purem Saft – der natürliche Fruchtzucker wird dadurch deutlich verdünnt, auch wenn „komplett zuckerfrei“ hier nicht ganz zutrifft.
5. Kaltgebrühter Tee (Cold Brew Tea) Grüner oder schwarzer Tee, über Stunden kalt gezogen statt mit heißem Wasser aufgebrüht – milder im Geschmack und ganz ohne Zuckerzusatz.
6. Ungesüßte Buttermilch oder Kefir-Drinks Herzhaft statt süß, erfrischend kühl und mit nur geringem natürlichem Milchzuckeranteil – eine unterschätzte Alternative für heiße Tage.
7. Aromatisiertes Sprudelwasser („Sparkling Water“) Mittlerweile gibt es zahlreiche Marken mit natürlichem Fruchtaroma ganz ohne Zucker oder Süßstoff – geschmacklich ein Zwischending aus Mineralwasser und Limonade.
Ist alkoholfreies Bier automatisch zuckerfrei? Nein. Das hängt vom Brauverfahren ab: Bei vollständiger Gärung mit anschließender Entalkoholisierung bleibt kaum Zucker zurück, bei gestoppter Gärung dagegen deutlich mehr, da der Malzzucker nicht vollständig vergoren wird.
Warum enthält Jever Fun Zitrone mehr Zucker als das klassische Jever Fun? Weil bei der Zitronenvariante zusätzlich Frucht- bzw. Limonadenanteile beigemischt werden, die eigene Zuckermengen mitbringen – das Grundbier selbst bleibt vom Brauverfahren her zuckerarm.
Womit wird zuckerfreies Radler gesüßt? Meist mit Süßstoffen wie Acesulfam-K und Sucralose, die anstelle der sonst üblichen Zucker-Limonade eingesetzt werden.
Sind zuckerfreie Cola-Varianten für Diabetiker unbedenklich? Sie beeinflussen den Blutzucker durch den fehlenden Zucker kaum, enthalten aber Süßstoffe – ein moderater Konsum gilt als unbedenklich, wie in unserem Süßungsmittel-Artikel beschrieben.
Ist selbstgemachter Eistee wirklich zuckerfrei? Ja, wenn er ausschließlich aus Tee, Wasser und Eis besteht. Fertige Eistee-Getränke enthalten dagegen häufig deutlich mehr Zucker, als viele vermuten.
Der Sommer muss mit Diabetes nicht getränkearm sein – von zuckerfreiem alkoholfreiem Bier über selbstgemachten Eistee bis zu aromatisiertem Sprudelwasser gibt es reichlich erfrischende Optionen. Wichtig bleibt, wie so oft: nicht auf den Markennamen oder die Verpackung verlassen, sondern gezielt auf die Nährwerttabelle schauen – gerade bei alkoholfreiem Bier zeigt sich, wie groß die Unterschiede selbst innerhalb einer Marke ausfallen können.
Für die kalte Jahreszeit folgt bei uns noch ein eigener Beitrag zu warmen, zuckerfreien Getränken.
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